Fünf Tage, viele Erlebnisse – unsere Reise durch Hessen und den Spessart
Zwischen Skyline, Weinbergen und Räuberwald

Hessen und der Spessart – fünf Tage voller Märchen, Geschichte, Fernsehen, Weinbergen, Skyline und einer gehörigen Portion Räuberromantik
Vom 30. September bis 4. Oktober 2026 waren wir unterwegs durch Hessen und den Spessart. Unsere Reise führte uns zu märchenhaften Orten, historischen Schlössern, in die Welt des Fernsehens, mitten hinein in die Frankfurter Skyline und schließlich tief in den Räuberwald des Spessarts.
Schneewittchen, Schloss und Bayerisches Nizza
Gleich zu Beginn unserer Reise erwartete uns in Lohr am Main eine ganz besondere Begrüßung: Schneewittchen persönlich empfing uns – natürlich mit einem nicht vergifteten Apfel.
Bei einer märchenhaften Führung durch die historische Altstadt tauchten wir ein in die Welt der Brüder Grimm und erfuhren so manche Geschichte rund um Schneewittchen und Lohr.
Weiter ging es nach Aschaffenburg, dem sogenannten „Bayerischen Nizza“. Hoch über dem Mainufer thront das imposante Schloss Johannisburg, eines der Wahrzeichen der Stadt.
Danach bezogen wir unser Basislager im Novotel Frankfurt City.
Dort gab es gleich die erste Überraschung: Am nächsten Morgen wurden wir vom Hoteldirektor am Bus persönlich begrüßt. Er hatte aus dem Stimmengewirr sofort den oberpfälzischen Dialekt herausgehört. Kein Wunder, denn er stammt selbst aus Weiden. So war das Eis schnell gebrochen – Oberpfälzer erkennen sich eben auch weit weg von daheim.

Mainzelmännchen und Weinberge
Tag zwei führte uns die Reise nach Mainz zu den Mainzelmännchen.
Bei einer Backstage-Tour beim ZDF durften wir hinter die Kulissen einer der größten Sendeanstalten Europas schauen. Technik, Studios und Regie vermittelten uns einen kompakten und spannenden Einblick darin, wie Fernsehen überhaupt entsteht.
Danach ging es weiter nach Rüdesheim am Rhein. Bei einer Führung durch die historische Altstadt erfuhren wir viel über die Geschichte der Stadt – natürlich durfte auch die weltberühmte Drosselgasse nicht fehlen. An diesem Tag hatten wir sie beinahe für uns allein.
Anschließend schwebten wir mit der Seilbahn lautlos über ein Meer aus Reben hinauf zum Niederwalddenkmal. Oben angekommen erwartete uns ein beeindruckender Blick über den Rhein und die Weinberge. Dabei fiel allerdings auch auf, wie wenig Wasser der Rhein derzeit führte.
Das Niederwalddenkmal erinnert an die deutsche Reichsgründung nach dem deutsch-franz. Krieg und stellt die Germania dar.
Am Abend wartete in Frankfurt-Sachsenhausen ein besonderer kulinarischer Abschluss auf uns. Mit einem Bembel und einem Gerippten genossen wir den Apfelwein und die typische Frankfurter Küche – genau das Richtige nach einem ereignisreichen Tag.
Kurpark, Schloss und der Gipfel des Taunus
Der dritte Tag führte uns nach Bad Homburg vor der Höhe, einem traditionsreichen Kurbad mit einer beeindruckenden Geschichte.
Bei einem Spaziergang durch den knapp 40 Hektar großen Kurpark konnten wir einen der schönsten englischen Landschaftsparks Deutschlands erleben. Der Park wurde nach Plänen von Peter Joseph Lenné gestaltet und bietet mit dem Kaiser-Wilhelms-Bad, der Orangerie, den Thai-Salas und den Weihern eine ungewöhnliche Mischung aus Geschichte und internationalem Flair.
Die Erlöserkirche in Bad Homburg ist eine ungewöhnliche Kirche. Schon ihre Fassade entfaltet eine große und majestätische Wirkung, die sich im Inneren durch goldgrundige Mosaiken und eine unerwartete Weite fortsetzt. Stilmittel der byzantinischen Kunst verbinden sich mit Elementen der deutschen Hochromanik. Die Kirche ist das weltweit am besten erhaltene Zeugnis des Kirchprogramms von Kaiser Wilhelm II.
Anschließend stand eine ausführliche Besichtigung des Bad Homburger Schlosses auf dem Programm.
Das Schloss ist das Wahrzeichen der Stadt und unter den deutschen Schlössern etwas Besonderes. Hier lässt sich die Wohnkultur der Landgrafen ebenso erleben wie die der letzten deutschen Kaiser und Kaiserinnen. Wir besichtigten original eingerichtete Räume aus Landgrafen- und Kaiserzeit.
Danach ging es hinauf auf das Dach des Taunus: den Großen Feldberg. Mit 881 Metern ist er der höchste Berg des Taunus und des gesamten Rheinischen Schiefergebirges. Bei guter Sicht reicht der Blick bis in den Spessart hinein und die Skyline von Frankfurt.
Deftig und zünftig
Nach so viel Geschichte und Höhenluft durfte natürlich ein zünftiger Ausklang nicht fehlen.
Im traditionsreichen Alt-Oberurseler Brauhaus erwartete uns „Gaudi am Tisch“ eine große Pfanne für fünf Personen – gefüllt mit Röstkartoffeln, Haxe, Fleischkäse, Original Nürnberger Rostbratwürste, Schnitzel und Sauerkraut.
Das typische Brauhaus-Prinzip: deftig, rustikal und am besten gemeinsam genießen. Genau so muss ein Abend auf einer onTour-Reise aussehen!
Flughafen Frankfurt – einmal ganz anders
Am vierten Tag erlebten wir den Frankfurter Flughafen aus einer ganz anderen Perspektive.
Der größere Teil unserer Gruppe startete zur Vorfeld-Rundfahrt. Direkt von Terminal 1, Halle C, ging es mit dem Bus mitten hinein ins Geschehen. Flugzeugbetankungen, Pushbacks, Starts und Landungen konnten wir aus nächster Nähe beobachten.
Dazu gab es jede Menge Insiderwissen von unseren Guides. In rund 45 Minuten erhielten wir einen faszinierenden Eindruck davon, was sich auf dem Vorfeld eines der größten Flughäfen Europas täglich abspielt.
Parallel dazu erkundete eine kleinere Gruppe das Fraport Besucherzentrum. Dort warteten multimediale und interaktive Erlebnisse auf die Teilnehmer. Zu den Höhepunkten gehörten der 360-Grad-Motion-Ride, die Reise eines Koffers durch die Gepäckanlage, die Smart Windows und das Apron-Control-Spiel, bei dem man selbst Flugzeuge über das Vorfeld lotsen konnte.
Zwei Angebote, ein Flughafen – und für alle ein spannendes Erlebnis mit echtem Aha-Effekt.

Mainhattan – Skyline trifft Geschichte
Anschließend ging es auf Stadtrundfahrt durch Frankfurt, unser „Mainhattan“.
Der Kontrast zwischen der modernen Skyline der Bankenmetropole und der historischen Altstadt könnte kaum größer sein.
Paulskirche und Kaiserdom konnten wir an diesem Tag wegen einer Veranstaltung leider nicht besichtigen. Doch allein der Römerberg war schon einen Besuch wert.
Der historische Platz ist seit dem Hochmittelalter das Zentrum der Frankfurter Altstadt. Die wiederaufgebauten Fachwerkhäuser, der Römer und der Gerechtigkeitsbrunnen von 1543 machen ihn zu einem der bekanntesten Plätze der Stadt.
Dafür konnten wir das Rathaus von innen besichtigen. Besonders beeindruckend war der Kaisersaal im ersten Stock. Dort hängen 52 Ölgemälde der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches von 768 bis 1806. Einst fanden hier die berühmten Krönungsbankette statt.
Am Abend zog es uns wieder nach Sachsenhausen. Im Gemalten Haus beziehungsweise in der benachbarten Apfelweinwirtschaft Wagner ließen wir den Tag ausklingen.
Zwei Frankfurter Institutionen, direkt nebeneinander – das Gemalte Haus als gemütliches, bunt bemaltes Original und Wagner als urige, lebhafte Apfelweinwirtschaft.
Schloss Mespelbrunn – Märchen im Spessart
Der fünfte und letzte Reisetag führte uns zum Schloss Mespelbrunn.
Mitten im dichten Wald des Spessarts, versteckt in einem kleinen Seitental der Elsava, liegt das Wasserschloss wie aus einem Märchenbuch gefallen. Umgeben von Wassergraben und alten Bäumen steht es direkt auf einem Weiher und wirkt bis heute ausgesprochen romantisch.
Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins Jahr 1412 zurück. Damals schenkte der Mainzer Erzbischof seinem Forstmeister Hamann Echter den „Platz zum Espelborn“. Ab 1427 entstand dort ein wehrhaftes Haus, das zwischen 1551 und 1569 seine heutige Gestalt im Renaissance-Stil erhielt.
Seine versteckte Lage hatte einen großen Vorteil: Das Schloss blieb von den großen Kriegen weitgehend verschont. Noch heute befindet es sich im Besitz der Familie Echter von Mespelbrunn und wird bewohnt.
Berühmt wurde das Schloss außerdem durch den Filmklassiker „Das Wirtshaus im Spessart“.
Bei einer Führung durch die Innenräume erhielten wir einen interessanten Einblick in die adelige Lebensweise. Rittersäle, historische Einrichtung und die Geschichte der Familie machten deutlich, warum dieses kleine Wasserschloss zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des Spessarts gehört.
Überfall im Räuberwald
Doch damit war unsere märchenhafte Reise noch lange nicht zu Ende.
Unsere Weiterfahrt führte uns durch den dichten Spessartwald. Plötzlich tauchten am Straßenrand zwei Gestalten mit Hut, Umhang und Flinte auf und stoppten unseren Bus.
Dann ein Pfiff.
Aus dem Unterholz sprangen weitere vermummte Gestalten mit schwarzen Hüten und Pistolen.
„Halt! Alles raus – das ist ein Überfall der Spessarträuber!“
Zum Glück handelte es sich nicht um einen echten Überfall, sondern um eine gehörige Portion Spessarter Humor.
Die Räuber umstellten unseren Bus, forderten uns auf den Bus zu verlassen, nahmen zwei gefangen und nahmen uns Schmuck und die Uhren ab. Sorgten mit ihrem lautstarken Auftritt für jede Menge Gelächter. Statt Angst gab es freche Sprüche und gute Laune.
Ein echter Höhepunkt zum Abschluss unserer märchenhaften Reise durch Hessen und den Spessart.
Nach einem kurzen Stopp zum Abendessen ging es schließlich zurück nach Sulzbach-Rosenberg.
Fünf Tage, viele Geschichten
Fünf Tage voller Erlebnisse lagen hinter uns: Schneewittchen und die Brüder Grimm, Schloss Johannisburg, Mainzelmännchen und Fernsehen, Weinberge und Rhein, Bad Homburg und der Feldberg, Flughafen und Skyline, Frankfurter Apfelwein und schließlich Schloss Mespelbrunn und die Spessarträuber.
Eine Reise mit vielen Facetten – und genau deshalb eine echte onTour-Reise.
Zum Abschluss bedankte sich Walter Heldrich bei allen Reisegästen für die schöne gemeinsame Zeit und ganz besonders bei unserem Busfahrer Alfred, der uns wieder sicher durch fünf erlebnisreiche Tage begleitet hatte.
Rucksack gepackt? Dann los!