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Wanderung zur Kehlkapelle - onTour – wir reisen, wandern, radeln..

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Zwischen Sandstein, Sagen und Senke – Wanderung zur mystischen Kehlkapelle am Höhengau
Bandenschieber in der Kehl unterwegsMystische Wanderung zur Kehlkapelle bei Höhengau

Ausgangspunkt der abwechslungsreichen Wanderung am 18. April 2026 war die Kapelle in Höhengau. Bereits hier bot sich ein beeindruckender Blick auf das Hahnbacher Becken, auch Hahnbacher Senke genannt. Diese von der Vils durchflossene Niederung ist geologisch besonders interessant: Durch eine sogenannte Reliefumkehr entstand aus dem einstigen Hahnbacher Sattel im Laufe der Zeit eine rund 400 Meter abgesenkte Landschaft.

Von dort führte der Weg hinein in eine ruhige, waldreiche Umgebung zur Kehlkapelle – einem Ort, den man gesehen haben sollte. Die kleine Felsenkapelle wurde im Jahr 1749 aus einem pyramidenförmigen Sandsteinblock gehauen und zählt zu den besonderen kulturhistorischen Kleinoden der Oberpfalz. Mit einer Grundfläche von etwa 24 Quadratmetern und einer Höhe von knapp zwei Metern wirkt der einst als „Teufelsstein“ bekannte Felsen zugleich beeindruckend und geheimnisvoll.

Im Inneren der Kapelle befindet sich über dem Altar eine Darstellung des gegeißelten Heilands, darunter ist ein heiliges Grab angelegt. In unmittelbarer Nähe erinnern eine Kreuzigungsszene sowie zwei Bildsteine an die selige Irmengard und Bruder Klaus. Zudem liegt die Kapelle unweit bronzezeitlicher Grabhügel, was die historische Bedeutung dieses Ortes zusätzlich unterstreicht. Monika und Peter Preller gaben hierzu spannende Einblicke und berichteten anschaulich über die Geschichte und die archäologischen Funde der Region. Ergänzt wurden ihre Ausführungen durch eine selbstverfasste Geschichte über einen Troll, der einst in dieser Gegend gelebt haben soll und dem Ort eine ganz eigene, sagenhafte Note verlieh. Zudem führten sie anschaulich den Einsatz einer Wünschelrute vor und erklärten das Phänomen des Rutengehens: Dabei reagieren Anwender häufig auf unbewusste Muskelbewegungen, die angeblich durch wahrgenommene Strahlungen ausgelöst werden – ein Thema, das besonders an mystischen Orten wie diesem immer wieder für Interesse sorgt.

Kehlkapelle bei HöhengauDie Wanderung führte weiter durch die sogenannte „Kehl“, eine uralte Kultstätte mit fast mystischer Ausstrahlung. Farnbewachsene Felsen und beeindruckend verwurzelte Bäume prägen das Landschaftsbild und verleihen dem Gebiet eine besondere Atmosphäre.

Die Wege sind gut begehbar, dennoch empfiehlt sich festes Schuhwerk. Ein weiteres Highlight war die herrliche Aussicht oberhalb von Mimbach mit Blick über das Gebenbachtal.

Nach rund drei Stunden Wanderzeit und zahlreichen interessanten Informationen zeigten sich alle 14 Teilnehmer begeistert von dieser gelungenen Tour. Ein informativer und zugleich naturnaher Spaziergang, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Zum Abschluss der Wanderung war natürlich auch eine Einkehr nötig – die Gruppe kehrte in die Frohnberg Wirtschaft ein und ließ den Tag in geselliger Runde ausklingen.
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